Nachdem die abschließenden Einkäufe in Bangkok durch den unerwarteten Krankenhausaufenthalt etwas hektisch vonstatten gegangen waren, flogen wir über Singapur nach Dubai, um zum Abschluss unserer geliebten Reise noch einmal einen kurzen Einblick in eine völlig andere Kultur zu bekommen. Wir bestiegen das höchste Gebäude der Welt, bewunderten die verschiedensten, architektonisch beeindruckenden Gebäude und handelten das ein oder andere Mal mit den Verkäufern auf einem der arabischen Souks (=Märkte).
Nach 10 Monaten auf Reise und so manchen Einkäufen auf Märkten konnten wir unser Verhandlungsgeschick an einem unter Realitätsverlust leidendem Araber erproben, der sich erdreistete, mit dem sanft überzogenen 4,5-fachen des finalen Preises in die Verhandlung einzusteigen (lustigerweise ging es um einen gefälschten Artikel, der sogar im Orginal günstiger zu haben gewesen wäre
).


Unbeschreiblich war der Besuch der „Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan“-Moschee in Abu Dhabi: Ich würde die Moschee als das beeindruckendste moderne Gebäude bezeichnen, das wir auf unserer Reise gesehen haben (der Bau wurde 2007 fertiggestellt), so überwältigend waren ihre mächtigen weißen Kuppeln, spiegelnden Marmorböden und kunstvollen Verzierungen in den großen Gebetshallen für uns.



Unseren letzten Abend auf Weltreise verbrachten wir in einem schönen Restaurant am Ufer des Dubai Creek, genossen libanesisches Essen und bliesen, in Erinnerungen gefangen, den kalten Rauch der Wasserpfeife in den sternenklaren Abendhimmel. Wir dachten mit glänzenden Augen über das vergangene Jahr nach und nahmen Abschied von einer Zeit, in der wir alle Freiheit, die uns zur Verfügung steht, in vollen Zügen ausgenutzt haben.

Und letztendlich – wir konnten es gar nicht richtig fassen – landeten wir wieder am Flughafen in Köln-Bonn und konnten unsere Familie nach solch langer Zeit wieder in die Arme schließen und unsere Freunde wiedersehen. Uns kam es ziemlich komisch vor, wieder alle Leute deutsch sprechen zu hören. Noch komischer war es, den leeren, mit Flaggen aller bereister Länder bestickten Rucksack in die Ecke des Zimmers zu werfen…

Mittlerweile sind knappe 2 Monate seit unserem Eintreffen im kalten, verregneten, schönen Deutschland vergangen. Man wird gefragt, was das herausragende Erlebnis der Reise war und ob man sich schon wieder eingelebt habe. Wohin man auswandern würde, wenn man die Wahl hätte. Ob die Erinnerungen nicht schon verblassten… Letzteres kann ich definitiv verneinen. Noch verblasst nichts, zumindest nichts Ausschlaggebendes. Ich kann die Augen schließen und bin wieder dort. Es ist nicht wie so manche Arbeitswoche, von der man häufig schon nach kurzer Zeit nicht sicher behaupten kann, dass sie jemals wirklich stattgefunden hat. Zu außergewöhnlich ist das Erlebnis, zu unterschiedlich die Kulisse. Lisa ergeht es da nicht anders.
Wenn ich auf die Weltkarte in meinem Zimmer schaue, bemerke ich, dass sich so einige Länder und Orte mit Leben gefüllt haben. Meine Welt ist größer geworden. Wenn wir nachts auf der Terrasse liegen und die blinkenden Lichter der Flugzeuge vorüberziehen sehen, malen wir uns aus, wohin diese fliegen könnten. Nebelverhangene Gebirgszüge der Anden, einzigartige Tierwelten auf Galapagos, mystische Inkaruinen, Sonnenaufgänge in endlosen Sandwüsten und Sonnenuntergänge auf kleinen Inseln mitten im Pazifik, Tauchgänge in die farbenfrohe Welt des Great Barrier Reefs und weiße Strände in den Whitsundays, endlose Zucchini-Felder, grelle Metropolen, hellblau glänzendes Gletschereis und Sprünge aus Flugzeugen über einer einzigartigen Landschaft voller idyllischer Bergseen. Fjorde, dampfende Vulkanlandschaften, bunte asiatische Märkte und verräucherte Tempel voll goldener Buddhastatuen. Leuchtend grüne Reisfelder, Silhouetten endloser Pagodenfelder und freundlich winkende Einheimische, Elefantenritte im dichten Dschungel, Bootstouren zwischen tausenden Inseln und hoffnungslos chaotische Städte, pilgernde Mönche in tiefroten Roben und großartige Ruinen vergangener Kulturen. Und wir sind wirklich dort gewesen.















Wir hoffen, dass euch unser Blog gefallen hat und dass ihr durch unsere Beschreibungen, Geschichten und Bilder aus der fernen Welt einige Eindrücke sammeln konntet. Dass wir vielleicht sogar jemandem den gedanklichen Anstoß gegeben haben, sich selbst auf den Weg zu machen – nichts ist vergleichbar mit der eigenen Erfahrung. Wir wissen gar nicht so wirklich, wer unsere Schritte auf dem Blog verfolgt hat (könnt euch ja mal melden
), da die Besucherzahlen aber doch immer wieder ganz schön gestiegen sind, wussten wir, dass sich einige für unsere Reise interessiert haben und unsere Beschreibungen einen Empfänger finden. Hin und wieder werden wir bestimmt noch mal etwas in den Blog schreiben, wenn auch weniger häufig als in den vergangenen Monaten. In diesem Sinne, vielen Dank für euer Interesse und bis bald




























Klettern in Vang Vieng können wir auf jeden Fall sehr empfehlen. Die einheimischen Guides machten einen recht sicheren und routinierten Eindruck, auch wenn sie uns erzählten, dass erst seit ca. 4 Jahren in Laos geklettert wird. Die Routen an den Felsen (also auch die Sicherungen) wurden aber nicht von Einheimischen, sondern von einigen deutschen Kletterern entworfen. Unterhaltsam war unsere französische Kletter-Kollegin, die zur Förderung der Eigenmotivation bei anstrengenden Passagen regelmäßig zu brüllen begann und bei Gelegenheit auch herzhaftes französisches Fluchen hervorbrachte. 









Einige Stunden dauerte die Fahrt bis zum Fuß des Berges, auf dem der Goldene Felsen ruht. Auch bei diesem Heiligtum ist ein Haar Buddhas der Anlass aller Verehrung. Nach der Legende soll dieses Haar den Goldenen Felsen, der auf einer Felskante vor einem Abgrund schwebt, im Gleichgewicht halten und vor dem Sturz in die Tiefe bewahren. Nach einer kurzen Nacht im „Basecamp“ Kingpun, die durch singende Mönche, sagenhaft disharmonische burmesische Musik und jaulende Straßenköter um 5 Uhr morgens ihr unsanftes Ende fand, rappelten wir mit einem Pickup für 45 Minuten den Berg hoch. Oben angekommen hätten wir am liebsten wieder ein Massagezentrum aufgesucht. Bemerkenswert fanden wir, dass die Leute in Burma in weiser Voraussicht auf die gnadenlose Überbelastung der Pickups ganz einfach die Hinterachse des Autos höher legen – und zwar ein ganz schön beträchtliches Stückchen…






Da die Wanderstrecke weltbekannt ist, war natürlich auch zumindest eine geführte japanische Gruppe dort unterwegs. Fröhlich schnatternd zog das Grüppchen, das größtenteils aus Frauen bestand (manche mit Mundschutz und weißen Handschuhen) entlang des Pfades. Eine von Ihnen kam sichtlich verwirrt in die Hütte für unabhängige Wanderer (die Schilder waren eben nur auf Englisch) und redete auf japanisch auf uns ein. Wir vermuteten, sie suche nach ihrer Gruppe, und deuteten ohne viele Worte auf den Hüttenabschnitt nebenan, woraufhin sie kurz verschwand, wieder auftauchte, ein paar Worte plapperte und wieder verschwand. Wir betrachteten es einfach mal als Danksagung. Eine außergewöhnliche Begegnung 
Die Stadt Rotorua fiel zunächst vor allem durch den ganz erbärmlichen Gestank auf. Es roch wie auf einer faulen-Eier-Plantage. Der Grund hierfür ist die hohe geothermale Aktivität: Überall strömen Gase aus der Erde, der Boden dampft, Geysire schießen Wasserfontänen in die Luft, Schlammbecken blubbern vor sich hin und Bäche kochen auch schon mal. 
Wir kamen etwas verspätet bereits zum morgendlichen Niedrigwasser um ca. 7 Uhr, buddelten weniger erfolgreich ein paar jämmerliche Löcher mit lauwarmen Wasser und merkten uns daraufhin, welche Pools vielversprechend aussahen (war recht leicht am stolzen Gesichtsausdruck der Besitzer anzusehen). Abends kamen wir dann bestens vorbereitet zurück, mit der Schaufel eines netten Bauarbeiters ausgerüstet, die dieser uns kostenlos zur Verfügung stellte. Wir zählten in Schatzsucher-Manier die Meter von einem Fixpunkt bis zum erwünschten Standort und mussten feststellen, dass bereits mehrere andere Leute an dieser Stelle herumstanden. Mit einem tief in den Boden gerammten Spaten hatten sie schon demonstrativ ihr Revier markiert, das sie selbstsicheren Blickes zu verteidigen gedachten. Lisa hielt – ein wenig dreist – einen deutlich zu geringen Abstand ein und rammte unsere Schaufel, herzlich lächelnd, in den Boden. Einige begannen hoffnungslos frühzeitig, ihre Pools zu errichten, was die Wellen straften. Wir verbündeten uns mit zwei anderen Deutschen und hatten bald – davon bin ich überzeugt – das wärmste Pool am Strand. Anfangs stolz auf unsere tolle Heißwasserquelle, verdeutlichte sich aber bald, dass es zu viel des Guten war. Je mehr heißes Wasser nachströmte, desto weiter rutschten wir an den Rand des Beckens, bis wir schließlich einen Wasserkreislauf mit den kalten Becken der Nachbarn aufbauten (win-win-Situation). 




